RAK Freiburg
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Fortbildungszertifikat der Bundesrechtsanwaltskammer

Jeder Rechtsanwalt kann auf die Dauer von drei Jahren ein geschütztes Nutzungsrecht an einem bundeseinheitlichen Fortbildungslogo der Bundesrechtsanwaltskammer beantragen. Das Fortbildungszertifikat wird ihm erteilt, wenn er die diesem zugrunde liegenden Lizenzbedingungen erfüllt.  Rechtsanwälte, die die Voraussetzungen des Fortbildungszertifikats erfüllen, erhalten neben der Genehmigung zur Nutzung des „Q“-Logos auch eine gesonderte Urkunde zum Fortbildungszertifikat ausgehändigt.

Die für die Einräumung der Lizenz notwendige Fortbildung beinhaltet vier Module:

I. Materielles Recht
II. Berufsrecht einschließlich Kostenrecht und Berufshaftpflicht
III. Verfahrens- oder Prozessrecht
IV. Betriebs-, Personal- oder Verhandlungsführung

Insgesamt sind in drei Jahren aus den Modulen 360 Punkte nachzuweisen, wobei die Punkte in Seminaren oder Fachveranstaltungen bzw. juristischen Fachveröffentlichungen in unterschiedlichem Umfang erworben werden können:

    - aus dem Modul I sind mind. 240 Punkte in drei Jahren nachzuweisen
    - aus dem Modul II sind mind. 60 Punkte in drei Jahren nachzuweisen
    - aus den Modulen III oder IV sind insgesamt mind. 60 Punkte in drei Jahren nachzuweisen.

Es müssen mind. 180 Punkte aus Seminaren oder Fachveranstaltungen nachgewiesen werden.

Die verschiedenen Formen der anzuerkennenden Fortbildung pro Modul werden wie folgt bewertet:

a) Seminare und Fachveranstaltungen (auch Inhouse-Seminare und Fernstudium), an denen der Rechtsanwalt hörend oder dozierend teilgenommen hat: 10 Punkte pro Stunde

b) Eigenstudium (z.B. Studium der Fachliteratur, E-Learning): 10 Punkte pro Jahr

c) Prüfertätigkeit: 30 Punkte pro Prüfung, max. 60 Punkte pro Jahr

d) Qualitätszirkel und Gesprächskreise: 10 Punkte pro Jahr

e) Juristische Fachveröffentlichungen: 20 bis 50 Punkte pro Veröffentlichung, max. 50 Punkte pro Jahr

Bedeutung, Umfang und Schwierigkeit einzelner Fortbildungsmaßnahmen können zu einer niedrigeren oder höheren Gewichtung führen. Zur Prüfung der Einhaltung der oben genannten Kriterien hat der Rechtsanwalt oder die Rechtsanwältin Zeugnisse, Bescheinigungen, Belegexemplare oder andere geeignete Unterlagen vorzulegen.

Für die Prüfung der mit dem Antrag auf Erteilung des Prüfsiegels einzureichenden Unterlagen einschließlich der ggf. zu erteilenden Prüfbescheinigung soll voraussichtlich eine Bearbeitungsgebühr in Höhe von 50 € erhoben werden.

Wer dieses Zertifikat vorweisen kann, der hat tatsächlich hart für seine Fortbildung gearbeitet. Er kann in besonderem Maße das Vertrauen der rechtsratsuchenden Verbraucher beanspruchen.

Die Anträge auf Verleihung des Fortbildungszertifikates bzw. dessen Verlängerung sind ab sofort bei der BRAK einzureichen.  Das entsprechende Antragsformular sowie die Liste für die Fortbildungsnachweise und die Hinweisblätter finden Sie auf der Homepage der BRAK unter – Für Anwälte – Qualität durch Fortbildung – Fortbildungszertifikat (http://www.brak.de/fuer-anwaelte/qualitaet-durch-fortbildung/fortbildungszertifikat/).